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Karin Suzanne

 

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Karin Suzanne Kornweitz ist die einzige Tochter von Frieda und Nathan Otto. Sie ist in Wien am 14. Oktober 1936 geboren und hat alle Etappen des Exils gekannt.
Ihre Großeltern, Ojzer und Marem Kornweitz, deren ein und alles sie war, werden sie an einem Tag im Mai 1940 in Brüssel zum letzten Mal sehen. Karin ist noch keine 4 Jahre alt.

Die wenigen Photographien, die wir von ihr haben, zeigen ein fröhliches Kind in Wien und in Brüssel, aber ein sehr viel ernsteres im weiteren Verlauf des Exils nach 1940.

 

 

 

 

 

 

Der rote Faden


Karin Suzanne geht mit ihrer Mutter ins Exil und verlässt ihr Haus mit 19 Monaten, um mit ihrem Vater in Belgien wieder zusammen zu kommen .

Als Frieda Nathan Anfang 1939 verlässt, lässt sich Karin mit ihrer Mutter bei ihren Onkeln Bertold und Willy Linder nieder.

Sie wird im Mai 1940 mit ihrer Mutter im Lager von Vallon en Sully interniert und kommt am 7. August frei. Laut Frieda sollen sie sich in die Region von Perpignan begeben, wo ihre Brüder interniert sind. Von August 1940 bis Januar 1942 wissen wir nicht, wo Frieda und ihre Tochter Zuflucht gefunden haben. Frieda lebt von nun an mit einem anderen Mann.

 

karin_brussels_1Was dachte Karin über Robert Haas, den neuen Gefährten ihrer Mutter? Auf der einzigen Photographie, wo man sie alle drei in ihrer Winterkleidung erkennt, steht Karin lächelnd zwischen den Beiden


In seinem Buch erzählt ihr Onkel Bertold nur Gutes über seine Nichte. Er beschreibt sie als ein sehr intelligentes kleines Kind, das begreift und das sieht, was passiert.
Sie beklagt sich nicht, selbst wenn sie die Alpen zu Fuß durchqueren müssen, um nach Italien zu gelangen. Anscheinend bittet Karin, als großes Mädchen an der Seite ihrer Mutter, ihres Onkels und ihrer Kusins, niemanden um Hilfe. Im September 1943 kann Karin schon gehen, um der von allen Seiten drohenden Gefahr zu entfliehen.
Am 14. Oktober 1943 bläst Karin ihre letzten Geburtstagskerzen in Italien im Internierungslager in Borgo San Dalmazzo aus. Es ist wahrscheinlich mehr als drei Jahre her, dass sie ihren Papa zum letzten Mal gesehen hat.

Am 21. November 1943 wird die ganze Familie vom Lager in Nizza nach Drancy evakuiert. Am 7. Dezember wird sie mit ihrer Mutter mit dem Transport 64 deportiert. Sie kommen am 12. Dezember 1943 in Auschwitz an. Mutter und Tochter werden ermordet.

Im Jahre 1973 führt das Wiederaufbauministerium in Belgien eine Forschung zum Schicksal der Karin Suzanne Kornweitz durch. Unseres Wissens nach wurde kein Totenschein ausgestellt.
Im Jahre 1987 schreibt Bertold Linder einen Zeitzeugenbericht in Erinnerung an seine Nichte für die Gedenkstätte von Yad Vashem bei Jerusalem.

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Karin Suzanne Kornweitz

Foto

Geburtsdatum: 14. Oktober 1936

Geburtsort: Wien, Österreich, Adresse vor 1938: Glasergasse 22, 1090 Wien

Exilroute: Brussel - Vallon en Sully- Limoges- Salleles d' Aude - Lamalou les bains - Barcelonnette - St Martin Vésubie - Borgo San Dalmazzo - Nizza - Drancy

Status bei der Befreiung: Vermisst in Auschwitz

 

Angenommenes Todesdatum: 12. Dezember 1943

 

 

 

 

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