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Gisela

Mit ihrer Mutter und ihrer ältere Schwester Toni flieht Gisela Anfang 1939 aus Berlin. Sie kommen am 31. Januar in Brüssel an, wo Herzel und Sigmund auf sie warten. Felix, das jüngste Kind, ist immer noch im Kurhaus von Wezembeek, östlich von Brüssel, wo das Hilfskomitee ihn untergebracht hat.


giselaAuf den Photographien des Polizeiaktes Giselas hatte sie noch kindliche Gesichtzüge, als sie 1921 ankam.

Nachdem sie von den Massenverhaftungen von Deutschen und ehemaligen Österreichern am 10. Mai 1940 in Beligen verschont bliebgeht die Familie Linder ebenfalls ins Exil und begibt sich illegal nach Frankreich. Als Staatsangehörige eines feindlichen Staates bleibt ihnen ein Leben Freiheit verwehrt, so werden Gisela, ihre Eltern und ihre Gewischter ziemlich bald, am 3. Juni 1940, im Lager vom Bram im DépartementAude interniert.


Am 30. Juni kommen sie alle zusammen aus dem Lager und werden einem Zwangswohnsitz im Salleles d’Aude zugewiesen. Dort lernt Gisela Bertold Linder, 10 Jahre älter als sie, kennen. Sie heiratet ihn im Januar 1942.

Am 26. August 1942 wird die ganze Familie außer Siegmund und Gisela in Salleles d’Aude bei einer Razzia festgenommen.



Kurz davor hatte Sigmund die Gruppe der ausländischen Arbeiter verlassen, wo er eingesetzt war. Sein Vater,der befürchtet, dass sein Sohn in ein Arbeitslager in Deutschland deportiert wird, legt ihm nahe, zu seiner Schwester nach Lamalou zu gehen, und zusammen kommen sie nach St Martin Vésubie und dann ins Lager von Borgo San Dalmazzo.

Am 25. Dezember 1942 bringt Gisela einen Jungen auf die Welt: Roland. Im März 1943 geht die Gruppe in die italienischen Zone, die weniger gefährlich sein soll.

Während der Zeit in St Martin Vésubie von März bis September 1943 wird die junge Mutter Gisela von ihrem Ehemann . Glücklicherweise lebt Gisela mit Rosalie, ihrer Schwägerin, und Sigmund, ihrem Bruder.

Im Alter von 10 Monaten verbringt Roland die Zeit vom 15. bis 21. November 1943 in Borgo mit seiner Mutter ins Krankenhaus. Die Krankenhausregister geben jedoch keine Hinweise über den Grund des Krankenhausaufenthalts des Kinds und der Mutter.

Weniger als zwei Monate nach ihrer Ankunft im Lager von Borgo San Dalmazzo werden Gisela, ihr Sohn, ihr Bruder, ihr Ehemann und der Rest der kleinen Gruppe über Nizza nach Drancy deportiert. Dort werden sie verhört.

Am 7. Dezember 1943 verlässt der Transport 64 Drancy. Am 12. Dezember 1943, dreizehn Tage vor Rolands erstem Geburtstag, werden Gisela und ihr Sohn nach Verlassen der Viehwagen in Auschwitz vergast.

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Photographien Dorot 2006


Gisela Spira, verehelichte Linder


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Geburtsdatum: 29. August 1921

Geburtsort: Berlin, Deutschland

Adresse vor 1938: Keibelstrasse 4, Berlin

Exilroute: Brüssel - Bram-Salleles d’Aude - Lamalou les Bains - St Martin Vésubie – Borgo San Dalmazzo – Nizza – Drancy

Status bei der Befreiung: in Auschwitz gestorben

Angenommenes Todesdatum : 12. Dezember 1943

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